Was wünschen sich Eltern? Am Anfang jedes Wunschzettels stehen selbstverständlich bei uns allen Glück, Gesundheit und aufrechte Liebe für unsere kleinen Schätze. Ein bisschen Lebensklugheit* kann freilich auch nicht schaden. Wir möchten, dass es ihnen gut geht, sie sich verwirklichen können und einfach ein wunderschönes, erfülltes, glückliches, friedliches und laaangeeees Leben haben. Doch heute möchte ich diesen Wunschzettel einmal anders betrachten, ich starte ein simples und banales gesellschaftpolitisches Wünsch-Dir-was. 

Bevor ich aber anfange, muss ich sagen, dass ich trotz meiner Punkte für die sozialen Leistungen in Österreich mehr als nur dankbar bin. So bekam ich beispielsweise bei allen drei Lieblingen das einkommensabhängige Karenzgeld für ein Jahr und jetzt monatlich die Familienbeihilfe. Das sah vor zehn Jahren noch ganz, ganz anders aus. Ich bin zwar keine besonders  politische Person, dennoch gibt es einige Dinge, die ich gerne ändern würde. Und nein, damit meine ich jetzt nicht die Steuerabschaffung oder die Verdoppelung des Kindergeldes ;-) , es geht um einfach, banale Dinge, die uns den Alltag bestimmt einfacher machen würden.

Einkommenssteuer gekoppelt an die Kids

Klar, wir haben den Kinderfreibetrag, doch fände ich es spannender ähnlich wie in Frankreich, den Einkommenssteuersatz mit der Anzahl der Kinder zu koppeln, es gibt dort ein Familiensplitting. Kinder verringern bei berufstätigen Eltern die Höhe der zu zahlenden Einkommenssteuer. Die Reduktion bezieht sich eben auf die Anzahl der Kinder.

Auch wenn sich manche Singles darüber aufregen würden, ich fände es in Ordnung, wenn Familien mit mehreren Kindern oder alleinerziehende Mamas deutlich weniger Einkommenssteuer zahlen würden. Kinder sind ein Mehrwert für die Gesellschaft! Mir gefällt dieser Ansatz sehr gut, vor allem auch deshalb, weil wir ja immer weniger Geburten und weniger Kinder haben.

Fünf Tage Urlaub für alle Schulkinder

Sodala, weg von den Steuern, die ja eigentlich gar nicht mein Metier sind :-) und hin zum Urlaub… Was mir als Mama eines schulpflichtigen Kindes auffällt und auch etwas nervt, sind die fixen Ferienzeiten. Selbstverständlich ist alles nachvollziehbar und hat auch seinen Grund, jedoch wäre ich dafür, dass jede Schülerin und jeder Schüler fünf freie Tage bekäme, die individuell gewählt werden könnten. Die Hauptprüfungszeit ist selbstverständlich ausgenommen und auch sollte ein gewisser Notendurchschnitt – gestaffelt nach den Schulstufen – Grundvoraussetzung für den Anspruch sein. Ebenfalls müssten die zu beurlaubenden Schätze in jedem Fach positiv sein. Doch dann stünde den flexiblen fünf Tagen nichts mehr im Wege. Es muss nicht gebettelt und gefragt werden.

Ich glaube, gerade für den Tourismus wäre diese Maßnahme nicht unwesentlich. Wir wollten zum Beispiel mit unseren drei Prinzessinnen über Ostern – quasi in einer der Hauptferienzeiten – wegfahren. Unleistbar, sag ich euch, vor allem auch deshalb, weil wir letztes Jahr in der Nicht-Ferienzeit die HÄLFTE dafür gezahlt haben!!! Mhm, bei einer fünfköpfigen Familie ist das nicht unwesentlich!

Punktekarte für Krabbelstube

So und ganz schnell noch etwas für alle Krabbelstuben-Eltern. Die Headline Punktekarte klingt jetzt zwar lustig, ich will es aber nicht ins Lächerliche ziehen. ;-) Denn ehrlich, gerade in  der Anfangszeit sind Kinderkrankheiten, Infekte etc. gang und gäbe  – wie oft sind die kleinen Prinzessinnen und Prinzen tatsächlich dort? Klar, aus rein wirtschaftlichen Gründen ist es nicht möglich, trotzdem würde mir eine Art Punktekarte sehr gut gefallen. ;-)

Alleine im Dezember war unsere jüngste Maus gezählte drei Tage in ihrer geliebten Krabbelstube. Hingehen wollte sie selbstverständlich täglich und dafür bin ich im Endeffekt auch dankbar. Jedes Mal, wenn wir am Gebäude vorbei- und weiter zur Oma gefahren sind hat sie gebrüllt: „Ich heute Krabbelstube!“ Tja, dennoch ist der Monats-Dauerauftrag für ein paar Stunden viel… Gott sei Dank müssen wir uns nicht auch noch um eine separate Betreuung kümmern, die Oma nimmt den Schatz immer gerne. Andere Eltern haben dieses Glück nicht, sie verbrauchen zuerst ihren Pflegeurlaub, dann ihren Urlaub und/oder können schlussendlich teilweise auch doppelt für die Kinderbetreuung zahlen.

In diesem Sinne ihr Lieben, waren das mal meine gesellschaftspolitischen Wünsche. Für den Anfang. Es würde mich sehr interessierten, wenn ihr mich wissen lässt, wie ihr darüber denkt! Und über Ergänzungen freue ich mich!!!! 

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PS: Details über mich, das Alter meiner Mädis, meinen Mama Blog etc. findet ihr hier.

*Danke für das tolle Wort, liebe Bani <3